Ein Wasserschaden kommt fast immer überraschend: Ein Rohr platzt, die Waschmaschine läuft aus oder nach starkem Regen dringt Wasser in den Keller. Jetzt zählt jede Stunde, denn Feuchtigkeit breitet sich schnell in Wänden, Estrich und Dämmung aus.
Sofort handeln
- Wasserzufuhr am Haupthahn abdrehen.
- Strom in betroffenen Räumen abschalten, wenn Wasser in die Nähe von Steckdosen oder Geräten gelangt.
- Stehendes Wasser aufnehmen und Möbel, Teppiche sowie Elektrogeräte aus dem Raum bringen.
- Schäden mit Fotos dokumentieren – das hilft später bei der Versicherung.
Versicherung informieren
Leitungswasserschäden sind in vielen Fällen über die Wohngebäude- oder Hausratversicherung abgedeckt. Melden Sie den Schaden möglichst früh und klären Sie, welche Nachweise benötigt werden. Bewahren Sie beschädigte Gegenstände auf, bis die Versicherung entschieden hat.
Warum professionelles Trocknen wichtig ist
Oberflächen wirken oft nach wenigen Tagen trocken, doch in Wandaufbau und Estrich bleibt Feuchtigkeit häufig über Wochen. Das begünstigt Schimmel, unangenehme Gerüche und Schäden an der Bausubstanz. Mit Feuchtigkeitsmessungen lässt sich feststellen, wie tief das Wasser eingedrungen ist. Bautrockner und Ventilatoren entziehen den Bauteilen anschließend gezielt Feuchtigkeit.
Nach der Trocknung
Erst wenn Messungen zeigen, dass die Bauteile trocken sind, sollten Böden, Putz oder Tapeten erneuert werden. Wer zu früh renoviert, schließt die Feuchtigkeit ein und riskiert, dass der Schaden wiederkehrt.
Ein Wasserschaden ist ärgerlich, aber mit schnellem Handeln und gründlicher Trocknung lassen sich die Folgen meist gut begrenzen.