Viele Dachböden werden nur als Abstellraum genutzt. Dabei bietet ein Ausbau die Chance, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen, ohne neu zu bauen. Damit das Projekt gelingt, sollten einige Punkte früh geklärt werden.
Eignung prüfen
Entscheidend sind Raumhöhe, Dachneigung und Zustand des Dachstuhls. Ein Teil der Fläche muss eine ausreichende lichte Höhe haben, damit der Raum als Wohnraum gilt. Holzbalken sollten auf Schädlinge und Feuchtigkeit untersucht werden.
Genehmigung und Statik
Ob eine Baugenehmigung nötig ist, hängt vom Bundesland und vom Umfang ab – etwa bei neuen Gauben oder einer Nutzungsänderung. Auch die Statik muss das zusätzliche Gewicht von Boden, Wänden und Einrichtung tragen. Eine frühe Abstimmung mit dem Bauamt vermeidet Verzögerungen.
Dämmung ist Pflicht
Ein ausgebautes Dach braucht eine gute Wärmedämmung, damit es im Winter warm und im Sommer nicht zu heiß wird. Zwischensparrendämmung ist verbreitet; oft wird sie mit einer Untersparrendämmung ergänzt. Eine sorgfältig verlegte Dampfbremse schützt die Konstruktion vor Feuchtigkeit.
Licht und Zugang
- Dachfenster oder Gauben bringen Tageslicht in den Raum.
- Eine sichere, bequeme Treppe ist für die Nutzung als Wohnraum wichtig.
- Elektrik, Heizung und gegebenenfalls Wasser müssen nach oben geführt werden.
Innenausbau
Wände und Dachschrägen werden meist im Trockenbau verkleidet. Drempel und Schrägen lassen sich mit Einbauschränken gut als Stauraum nutzen.
Mit guter Planung wird aus einem dunklen Speicher ein heller, gemütlicher Raum für Familie, Gäste oder das Homeoffice.